.
Home
News-Archiv
Forum
Impressum
Suche
.
Allgemeines
Klassen
Rassen
Gegenstände
Monster
Magie
.
Off. PlugIns
KnightsoftheNine
Shivering Isles
Patche
.
.
Interviews
Previews
Bilder
Videos
Presse
Links
.
Komplettlösung
Quests
NPC's+Item's
Tips/Tricks
Karten
FAQ
.
Hardware
Charakter-Tool
Editor
MODs
Patche
.
Besonderheiten
Screenshots
Hilfe



scharesoft.de

www.oblivion.melian.cc

www.ntrpg.org/

talosplaza.alceleniel.de

www.tes.newraven.net

www.oblivionmodgods.de

 

Englische PC GAMER REVIEW übersetzt
Geschrieben von zyklop   
Sonntag, 12. März 2006

Seit heute ist die erste Oblivion-Review eines internationalen Gamer-Magazins draussen - PC Gamer UK vergibt satte 93% in seiner Wertung.
Soweit, sogut - diese Info könnt ihr sicher auch auf vielen anderen Oblivion-Seiten finden. Aber jetzt kommt der Hammer: Oblivion-Game hat mal wieder sämtliche Kontakte spielen lassen, um die schier unendlichen Weiten des Internets effektiv zu durchforsten. Und siehe da - wir haben mal wieder den Jackpot geknackt...
Nicht ohne stolz präsentieren wir unseren Besuchern die erste schriftliche Übersetzung der wichtigsten Passagen der englischen Preview - und dazu den Link zu den sieben Original-Scans mit jeder Menge neuem, exklusivem Bildmaterial, u.a. auch wieder aus der Oblivion-Sphäre. Es handelt sich um nichts weniger als die erste deutsch-sprachige Review zu Oblivion !
Wie auch bei unserem letzten Netz-Fund gilt: Aus rechtlichen Gründen können wir die Scans nicht selber hochladen, daher empfiehlt es sich, möglichst rasch dem Link in unserem Forum zu folgen und sich die fraglichen Bilder selber zu holen. Denn wir haben keinen Einfluß darauf, wie lange die dort verfügbar sind.

Im übrigen empfehlen wir allen unseren Besuchern, sich die PC Gamer UK wenn irgend möglich (Flughafen, internationaler Kiosk, Versand über Internet, etc.) zu kaufen - es lohnt sich wirklich.

Noch eins - die Review enthält eine ganze Menge Infos aus dem Spiel und verrät einige Questverläufe. Zur besseren Kennzeichnung haben wir Questbeschreibungen kursiv markiert, allgemeine Beschreibungen sind normal geschrieben. Überlegt euch aber genau, ob ihr sie wirklich lesen wollt...Wink

 

Nach ein wenig Vorgeplänkel stellt uns der Redakteur seinen Charakter und dessen Abenteuer vor. Er präsentiert uns den Echsenmann "Pentadact" - Meuchelmörder, Dieb und Retter der Welt...

Dessen Weg führt ihn in eine Taverne, wo er dem Geplauder der lokalen Bevölkerung lauscht. Dabei erfährt er, das offenbar in Bruma ein Vampir gefunden wurde. Bradon Lirrian, ein stiller, ruhiger Bürger, der niemals tagsüber zu sehen war wurde von einem professionellen Vampirjäger identifiziert und getötet. Dessen Witwe ist aber keineswegs überzeugt: Nach ihrer Aussage hat Bradon einfach nur nachts gearbeitet. Die Imperiale Garde besteht aber darauf, das man dem Urteil des Vampirjägers Raynil vertrauen könne - er hat sich durch die Ausrottung eines besonders bösartigen Exemplars in der Hauptstadt einen Namen gemacht.
Es stellt sich heraus, das dieser Raynil schwer zu finden ist, doch ein örtlicher Wirt scheint mehr zu wissen, als er zugibt. Ich überspringe daher den Smalltalk und klaue ihm die Schlüssel zu den Zimmern aus der Tasche, um mir selbst ein Bild zu machen. Danach steht fest, das er tatsächlich hier wohnt. Das Tagebuch, das ich finde, gehört dem angeblichen Vampir, den Raynil getötet hat, und es belegt, das er keineswegs ein Vampir war. Das Tagebuch schildert in allen Einzelheiten, wie die drei Männer bei einer gemeinsamen Abenteuer-Reise ein Artefakt gefunden haben und wie sie es in eine Truhe mit drei Schlössern gepackt hatten, zu denen jeder von ihnen einen Schlüssel verwahrte.
ImageDanach kann ich die Wachen endlich davon überzeugen, das die Sache stinkt und sie verraten mir, das Raynil gesehen wurde, wie er die Strasse zu einer nahegelegenen Höhle passierte. Ich sattle mein Pferd und reite im Morgengrauen los. En gutes Stück vom Höhleneingang entfernt steige ich ab und schleiche mich den Rest des Weges vorsichtig an. List und Verborgenheit, meine Freunde. Der Boden im Höhleninneren ist nass, doch ein Beinahe-Meister wie ich ist dennoch beinahe unhörbar, während.... - Aaaaarghhh!
"Ich habe dich nicht so schnell erwartet", meint Raynil nur eine Armlänge von meinem Gesicht entfernt, während sein Unsichtbarkeits-Zauber aufhört zu wirken. "Ich hörte, das du dich nach mir erkundigt hast." Ich springe instinktiv zurück, doch sein goldenes Zweihänder-Schwert ist schneller.
Der Mann ist eine Maschine. Seine Klinge hackt ununterbrochen auf mich ein und schleudert mich jedesmal zurück, wenn ich meine Deckung senke, um ihn zu treffen. Meine Waffe ist bereits vom vielen Blocken zerbrochen, als ich zumindest ein paar Treffer lande, was diese aber höchstens zu Faushieben macht. Ich drehe mich um und renne wieder nach draussen, dabei brülle ich förmlich mehrere Heilzauber. Er folgt mir und wird blitzartig zu Boden geschleudert, als die beiden Hufe meines treuen Pferdes "Binky" ihn mitten ins Gesicht treffen. er wendet sich nun dem armen Tier zu, was mir Zeit gibt, die Lage rasch zu überdenken: Meine Faushiebe scheinen ihn ermüdet zu haben, ansonsten wäre er sicher nicht zu Boden gefallen. Das bedeutet, ein weiterer, kräftiger Hieb dürfte ihn erneut niederstrecken. Ich durchwühle meine Alchemie-Ausrüstung und greife nach einem Gift-Trank der Müdigkeit, schmiere ihn auf einen Pfeil und weiche zur naheliegenden Klippe zurück. Er greift mich erneut an, ich warte, bevor ich seiner Attacke im letzten Moment ausweiche udn ihm den Pfeil aus nächster Nähe seitlich in den Schädel jage. Er bricht auf der Stelle zusammen, ich greife mir sein Schwert, bevor es überhaupt auf dem Boden aufschlägt, schmiere eine weitere Dosis des gleichen Gifts auf die Klinge und klaue ihm sogar noch rasch die drei fraglichen Truhenschlüssel, die er vorher gestohlen hat. Grade, als er sich wieder langsam aufrappeln will, trifft ihn sein eigenes Schwert hart und befördert ihn direkt über die Klippe. Danach werfe ich es ihm gleich hinterher. Ich bin nämlich wirklich nicht sehr gut mit Klingenwaffen...

Der Redakteur bewertet durchweg positiv, wie natürlich der Spieler seiner Meinung nach im Gegensatz zu anderen RPG´s bei Oblivion zu Quests kommt. Man sucht sich seine Herausforderung eben selber, anstatt ständig aus heiterem Himmel mit Aufträgen überhäuft zu werden. Fast jede Quest ist dabei sehr viel komplexer, als sie auf den ersten Blick scheint. Denn jede Aufgabe konfrontiert einen zumeist mit mehreren unterschiedlichen NPC´s und verwandelt sich dabei in eine vielschichtige Ermittlung, die sich regelmäßig zu einem Herzschlag-Finale aufbaut - seien es Duelle, Diebstähle oder waghalsige Fluchten. Die Kämpfe sind vor allem für Charaktere ohne eindeutige Spezialisierung ziemlich heftig, doch durch die Vielzahl an Möglichkeiten gibt es immer einen Weg, zu gewinnen.(...)
Wenn am Ende dann der Sieg erkämpft ist, verwandelt die Ragdoll-Physik den tödlichen Hieb zu einem brutalen Spektakel. Sei es der Hammer, der den Gegner förmlich in die Wand drückt, ein Pfeil, der ihn mitten im Sprung in der Luft festnagelt oder ein Blitz-Zauber, der ihn zuckend durch den Raum schleudert - der Anblick ist so wundervoll unerfreulich, das man jedes Mal einen entzückten Schrei unterdrücken muß.
ImageVor allem das Reiten hat es dem Redakteur angetan, durch die lufitge Aussicht, das Klappern der Hufe und die wallende Pferde-Mähne (wo be FPS normalerweise die Kanone wäre), das alles fühlt sich irgendwie "richtig" an. Und man bekommt bereits nach einigen Minuten Folgens in der Hauptquest sein erstes Pferd.(...)

Als ich bei dem Höhleneingang zu dem mystischen Dawn Cult ankomme, springe ich von Binkys Rücken, setze mein allerschönstes "verrücktes Kultmitglied-Gesicht" auf und spaziere hinein. Nur dadurch, das ich ihr Hauptquartier gefunden habe, ist mein erster Aufnahme-Test bestanden und sie lassen mich netterweise rein, bevor die große Rede beginnt. Zuerst muss ich allerdings alle meine Besitztümer abgeben und eine Kultrobe anziehen. Ich spiele mit, denn immerhin bin ich ein professioneller Dieb und die Trennung wird nur von kurzer Dauer sein. Um ehrlich zu sein, in dem Moment, in dem mein Gastgeber sich umdreht, habe ich bereits meine schwarze Robe und Kapuze zurück geklaut und trage sie schon wieder. ImageIch hoffte eigentlich, bei ihm ein winziges Zeichen der Überraschung zu entdecken, doch er blieb ganz cool.
Mein Plan, dem Anführer das Amulett zu stehlen wird dadurch unterlaufen, das er am ende seiner Rede einfach in eine andere Dimension verschwindet. Aber dafür liegt die einzige Kopie ihres heiligsten Textes immer noch am Pult, ohne die werde ich sicher nicht gehen. Um dem Teil nur nahe zu kommen, muss ich meine Hingabe durch ein Opferritual unter Beweis stellen, aber das ist für mich ein alter Hut: Immerhin bin ich ein Assassine. Da es keinen Weg gibt, das Buch ungesehen an mich zu bringen, wird die Sache doch ein wenig ekliger als ich es normalerweise mag. Zuerst brauche ich meine Ausrüstung zurück. Da selbst ich das nicht schaffe, ohne meinen Gastgeber zu alarmieren, ist es Zeit für meinen Lieblingszauber: Den Kuss der Liebenden. Nach meiner Berührung fängt er an zu zucken und stürzt rücklings die Treppe hinunter. Ich nehme mir meinen Krempel von seinem gelähmten Körper, während alle anderen im Raum über ihre roben "dämonische Rüstung" zaubern und auf mich zurennen. Ich erwische den ersten mit meinem wiedergewonnenen Hammer, springe über ihre Köpfe hinweg und greife mir das Buch. Ich bin ein verdammter Indiana Jones. Nunmuss ich nur noch hier rauskommen...

Die Mitglieder des "Mythic Dawn" sind bei Oblivion ganz offiziell die "bösen Jungs", da sie für den Mord an dem Herrscher verantwortlich sind und außerdem das Amulett gestohlen haben, das die Welt vor der dämonischen Invasion geschützt hatte. Die Hauptaufgabe besteht darin, das Amulett zu dem neuen Herrscher Martin Septim zu bringen, denn es schützt die Welt nur, wenn es von jemandem mit Imperialem Blut getragen wird.
Um die Hauptquest zu lösen muss man unter anderem mit dem neuen Herrscher und dessen Leibwache gegen Assassinen kämpfen, mit ihm in den verschneiten Bergen Cyrodiils in einem Tempel eine Krönungszeremonie durchführen und sich mit einem imperialen Agenten verbünden, um diverse heilige Kulttexte zu stehlen, die verstreut über die ganze Hauptstadt sind, was zu der eben geschildertewn Mission im Hauptquartier führt.(...)
Bethesda hat große Anstrengungen unternommen, um das Aussehen der Oblivionebenen geheim zu halten, aber die Enthüllung ist eher eine kleine Enttäuschung. Es ist ein bißchen von allem: eine unwirtliche Landschaft, übersäht mit feindlichen Pflanzen, Trümmern von Gebäuderuinen, Lavaseen und hohen Türmen. Sehr nett, aber nichts, was wir nicht schon zuvor in so vielen Spielversionen der Hölle gesehen hätten.
ImageBei den meisten Besuchen dort führen wir eine Gruppe von Imperialen Soldaten an. Die tun nicht viel mehr, als dir zu folgen und gegen alles zu kämpfen, was in Sichtweite gerät. Es ist aber lustig zuzusehen, wie sich die Horde gemeinsam auf eine einsame Krabbe stürzt oder von einem riesigen, reptilienartigen Daedroth Dämonen zu Brei verarbeitet wird. Mit oder ohne sie, die Aufgabe ist immer, einen Sigil Stein zu finden, ein Artefakt, das die Oblivion Ebene aufrecht erhält. Schnapp es dir und du wirst in die echte Welt zurückbefördert - Portal geschlossen. Als Bonus kann man den Sigil Stein dazu benutzen, Waffen mit häßlichen magischen Fähigkeiten aufzurüsten. Diese Oblivion-Reisen werden immer schwerer, weil die Dämonen in immer größerer Zahl und schneller zum Stein gelangen, man ist immer froh, wieder heil in der "richtigen" Welt zu landen.

Mein Kontaktmann zur Dunklen Bruderschaft erzählt mir, das ich zu einer Party eingeladen bin. Fünf andere Gäste und ich werden in einem abgelegenen Anwesen eingeschlossen, wo wir eine kleine Schatzsuche veranstalten sollen. Irgendwo im Haus soll sich eine Truhe mit Gold verbergen. Zumindest wurde das den fünf anderen gesagt. In Wahrheit ist ihr unsichtbarer Gastgeber jemand, dem sie in der Vergangenheit ein Unrecht zugefügt haben. Er hat mich eingeladen, um sie alle zu töten. Wenn ich sogar einen Bonus will (und ich will), dann soll ich den Job auf eine ganz bestimmte Weise erledigen: Niemand kann wissen, das ich der Mörder bin. Die Überlebenden sollen sich alle schrecklich fürchten, während um sie herum die übrigen einer nach dem anderen wie die Fliegen sterben. Dieser Klient ist definitiv mein definitiv mein Mann...
Es ist eine dunkle, stürmische Nacht. Ich komme leicht ins Gespräch mit den übrigen Gästen, dabei hilft mir mein letzter Bonus, der Deceivers Finery, indem er meine Überredungsfertigkeit deutlich erhöht. Es scheint so, das eine junge Dame sich auf der Party in einen netten Imperialen Soldaten verguckt hat. Nachdem sie mir vertraut, mache ich folgenden Vorschlag: Sie soll auf sein Zimmer gehen und ihn dort erwarten. Er würde in einer Minute folgen. Ich warte kurz und schleiche ihr dann hinterher, schlüpfe ins Zimmer und breche ihr das Genick. Nachdem ich die Leiche ins Schlafzimmer geschleppt und die Tür geschlossen habe, mische ich mich wieder unter die Partygäste und konzentriere meinen Charme auf das nächste Opfer. Es ist gradezu köstlich böse. Jeder von ihnen hat eine Schwäche, die man ausnutzen kann, um sie von den anderen zu trennen. Jeder läßt sich mit einem raschen Hieb Richtung Gurgel erledigen und niemand von ihnen kennt jemals den waren Mörder, bis auf den letzten Mann, der aber sowieso viel zu betrunken ist, um sich die Sache zusammen zu reimen.
Die dunkle Bruderschaft ist die Assassinengilde und ihre Aufträge gehören zu den besten im ganzen Spiel. Nach dem ersten Mord trifft man ihren Kontaktmann über sich gebeugt im Bett. Die folgenden Missionen spiegeln die besten Elemente der Gameserien "Thief" und "Hitman" wieder. Jeder Auftrag verspricht einen besonderen Bonus-Gegenstand, wenn man den Job so erledigt, wie es der Auftraggeber wünscht. Man läßt den Tod wie einen Unfall aussehen, indem man das schwere Ornament über dem Opfer, das grade in seinem Lieblingssessel sitzt, ein wenig lockert. Sende dem Nutzniesser des Mordes an dem Imperialen Offizier, den du grade erledigt hast, eine Botschaft in Form des abgeschnittenen Fingers, den du heimlich in den Schreibtisch seines Nachfolgers schmuggelst. Töte einen alten Kriegsherrn, indem du seine Medizin mit Gift vertauscht, was seine Diener glauben läßt, er sei an seiner Krankheit verstorben. Die Aufträge werden von mal zu mal ausgeklügelter und grausamer. Der Job mit dem alten war der letzte, den ich erledigt habe. Der nächste Mehrfach-Mord, den ich erledigen solte, was so diabolisch und gewissenlos, das ich es einfach nicht übers Herz brachte. Ich will nichts dazu verraten, nur soviel: Wenn ihr das schafft, seid ihr ein noch viel gewissenloserer Killer als ich es schon bin.

Eine verarmte Katzenfrau vermisst ihren Ring. Sie erzählt mir, das sie einen Argonier namens Amusei in Verdacht hat und schlägt vor, mich um ihn "zu kümmern", während ich den Ring zurückhole. Da ich nicht meinen Hut (naja, eigentlich Kapuze) der dunklen Bruderschaft trage, kommt töten nicht in Frage, aber ich stimme zu, den Ring wieder zu beschaffen.
ImageDer Argonier ist schwer zu finden, er ist weder in seinem Haus noch in einer der Tavernen. Doch dann erzählt mir ein Freund, das er im Knast sitzt. Eine Minute später habe ich mir den Schlüssel aus der Tasche des Gefängniswärters geangelt und besuche Amusei in seiner Zelle. Er hat den Ring nicht - er wurde nämlich nicht für den Diebstahl an der Katzenfrau eingesperrt, sondern weil es das Eigentum der hiesigen Countess ist. Sie ist so glücklich, ihn zurück zu haben, das sie ihn den ganzen Tag über trägt. Außer natürlich in der Nacht, wie mir ihre Zofe erzählt, nachdem ich sie ein wenig bezirzt habe. Ich verbrauche über 10 Dietriche, bevor das schloß an dem Schmuckkästchen endlich nachgibt. Bevor ich verschwinde, kann ich nicht wiederstehen, auch noch die übrigen Preziosen der Grafin und des Grafen zu stehlen - leider wacht er dabei auf. Ich gebe Fersengeld. Die Wachen hinter mir her. Ich schaffe es aus dem Haus mit nur ein paar Pfeilen im Rücken, aber nun ist die gesamte Stadtwache hinter mir her. Am Stadttor springe ich auf ein Pferd das nicht unbedingt mir gehört und gallopiere in die Nacht hinaus, doch ein Blick zurück zeigt mir, das auch die Wachen grade ihre Pferde besteigen. Das scheint eine ernste Sache zu werden. Ich kann sie nicht abschütteln oder nach Bravil gelangen, um dort mit Hilfe der Diebesgilde die Sache auszustehen. Ich reite grade an der Küste eines in malerisches Mondlicht getauchten Sees entlang, als es mich erwischt, und gleich darauf treffen noch drei weitere Pfeile. Nun helfen nur noch die "Haihaut Stiefel". Nur Jesus konnte übers Wasser gehen - und ich mit den Stiefeln. Wasserringe und kleine Wellen entstehen bei jedem meiner Schritte, während ich über die Oberfläche des Sees laufe. Die Wachen bleiben düpiert am Ufer stehen und überlegen, ob sie zumindest mein Pferd wegen Diebstahls verhaften können...

Cyrodiils NPC´s haben alle einen Tagesablauf. Sie gehen von zu Hause aus zur Arbeit, in die Kirche, zum Einkaufen oder in die Taverne. Egal ob man grade anwesend ist oder nicht. Das macht sie glaubhaft. Leider geht diese Illusion rasch verloren, wenn sie anfangen, untereinander zu sprechen - Die künstliche Intelligenz, die steuert, mit wem sie über was sprechen, ist schrecklich und Oblivions einziges, wirkliche schwerwiegendes Problem. Ich hätte niemals gedacht, das einfache Gespräche so furchtbar sein könnten wie dieses:
- "Ich hörte, Errandil ist sehr gut im Schlösser öffnen."Image
- "Ich hörte, er ist gut mit Schlössern."
- "Das ist das, was ich hörte."
- "Bis dann."
Das große Problem besteht darin, das die NPC´s offenbar nicht wissen, ob sie jemandem zum ersten Mal begegnen, oder ob sie grade eben schon mit dem Betreffenden gesprochen haben. Die A.I. weiß nicht, ob die beiden Leute nebenan exakt das gleiche Gespräch führen, oder wie häufig der spieler ein bestimmtes Gespräch bereits gehört hat. Man hört sogar gneau die gleichen Sätze mit verschiedenen Stimmen, was dazu führt, das man nicht anders kann, als die Sprecher für Schauspieler zu halten, die ein Script vorlesen. Es ist eine Schande, denn die Textpassagen, die sich um die zahlreichen Quests drehen, sind ausgezeichnet geschrieben und zusammen mit den alltäglichen Tagesabläufen der NPC´s würden sie den Bewohnern Oblivions eine phantastische Lebens-Simulation verleihen. Statt dessen wird die harte Arbeit der Dialog-Schreiber und A.I.-Programmierer durch einen schlampigen Algorythmus ruiniert.
Es gibt andere Probleme mit Oblivion´s NPC´s, sie stehlen zum Beispiel grundlos auf offener Strasse Gegenstände von anderen NPC´s, die Animation der Gesichtszüge rangiert von "grade eben so" bis "gar nicht vorhanden" und einige der Gesichter sind schlichtweg häßlich (leider auch das von Patrick Stewarts Charakter). Aber nichts davon stört dauerhaft, nachdem man es bemerkt hat. Nur diese verkorksten Hintergrund-Gespräche tauchen ständig auf und ruinieren die Illusion von Glaubhaftigkeit - der Hauptgrund, weshalb Oblivion in den Niederungen der unteren 90% dahinvegetiert, statt seinen rechtmäßigen Platz bei 96% einzunehmen. Bethesda hat es bis jetzt nicht verstanden, "echte" Personen zu erschaffen, und solange sie das nicht hinbekommen, werden sie auch niemals das perfekte Rollenspiel erschaffen.
Statt dessen ist Oblivion ein Meisterstück mit kleinen Fehlern. Vielseitig, komplex, riesig und manchmal etwas rauh an den Kanten. Deine Abenteuer sind abwechslungsreicher als in jedem anderen Spiel, an das ich mich erinnere, und sie sind grafisch phantastisch umgesetzt, auch durch die Physik Engine. Die ganze Szenerie erinnert mehr an einen "Herr der Ringe Film" als an ein gewöhnliches Spiel. Die Kämpfe sind so realistisch, das man sich bei jedem Hieb unwillkührlich duckt. Magie ist wunderschön und verheerend. Die Abenteuer selbst sind fordernd, emotionale Geschichten meisterhaft erzählt, und sie bekommen durch die eigenen Handlungen sogar noch eine Wendung.
Noch ein anderer Journalist konnte neben mir Oblivion über 30 Stunden hinweg spielen, und in der ganzen Zeit gab es nur eine einzige Quest, die für uns beide gleich war. Bei allen anderen Gelegenheiten waren die Dinge, die wir sahen und taten völlig unterschiedlich. Einige Leute werden bestimmt sagen, das sie keine Zeit für solch ein umfangreiches und packendes Spiel haben, aber Oblivion Spieler werden darüber nur lachen. Denkt ihr denn, wir hatten viel Zeit ? Nachdem man einmal begonnen hat zu spielen, verliert alles andere plötzlich an Bedeutung. Plötzlich meldet man sich krank, Freundin oder Freund haben dich bereits abgeschrieben und alles, was dir noch bleibt, ist das süße, verheißungsvolle "Oblivion"... (Tom Francis)

Wertung: Himmlische 93%

Link zu unserem Forum mit den Bildquellen

 
< Zurück   Weiter >

 

.
.
.

 

Powered by JOOMLA