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Brandneue GWJ-Preview übersetzt
Geschrieben von zyklop   
Samstag, 25. Februar 2006

Die Seite GamersWithJobs hat als erstes nach den Bethesda-PR-Events dieser Woche eine neue Preview rausgebracht. Was ich vor allem daran so interessant finde ist, das der Tester zuvor niemals einen anderen Elder-Scrolls-Teil gespielt hat und damit sehr unvoreingenommen an die Sache rangeht.

Wie gewohnt, präsentieren wir euch in Rekordzeit die komplette Übersetzung des Artikels - viel Spaß beim Lesen...

Ich liebe New York. Außerdem habe ich bis vor kurzem noch niemals einen Elder Scroll Titel gesehen. Als ich also die Gelegenheit bekam, die Stadt zu besuchen, die ich über alles liebe und gleichzeitig ein brandneues Game zu testen, habe ich mit Freuden zugesagt. Hier bin ich nun, um meine Eindrücke von Oblivion mit euch zu teilen.
Ich begab mich also ins W Hotel in der Innenstadt, um mir die XBOX 360-Version von Oblivion anzusehen. Ihr könnt wohl meine Bestürzung verstehen, als mich die Veranstalter ohne auch nur meine ID an der Tür zu checken statt in einen großen Konferenzraum mit reihenweise blinkenden Monitoren statt dessen in einen kleinen Raum schubsten, in dem acht Bildschirme standen. Positiv fand ich, das ich trotzdem Zeit mit einem der interessantesten Games dieses Jahres verbringen konnte, negativ war nur zu vermerken, das es wohl keine chance auf "fette Beute" geben würde. Es gab immerhin echtes, norwegisches Mineralwasser, was meine enttäuschung ein wenig minderte, kein Gratis-T-Shirt ergattern zu können...
Jene von uns, die von Bethesda eingeladen worden waren, um deren neuestes Game-Juwel näher begutachten zu können, waren auf etwa vier Stunden reine Spielzeit beschränkt, dabei durften wir außerdem nur etwa anderthalb Stunden mit dem Erforschen der Hauptquest verbringen, daher ist diese Preview von mir sicher nicht das "Ende aller Worte" zum Spiel, im guten wie im schlechten Sinne.
Das Spiel beginnt damit, das der Charakter im Knast sitzt, in einem Tutorial-Level, der mich angenehm an Baldurs Gate II erinnerte. Man erforscht ein paar Dungeons, der Beginn der Geschichte wird langsam enthüllt und man fängt an, die eigene Spielfigur sorgfältig zu personalisieren, sowohl im Aussehen, als auch in ihren Fähigkeiten. Es gibt eine breite Palette an Rassen zur Auswahl, jede mit ihren individuellen Stärken und Schwächen, die abhängig von der gewählten Klasse und den gewünschten Fertigkeiten einem evtl. entgegenkommen.

Image Image
Von dem Charakter-Erschafungs-System war ich ehrlich gesagt nicht grade elektrisiert. Verglichem mit den zigtausend Möglichkeiten, die heutige Sportspiele bieten, war ich von Oblivion (und auch den meisten anderen RPG´s) eher enttäuscht, da sie diesem Trend nicht folgen. Ich hatte niemals das Gefühl, meine Figur wirklich meinen Wünschen entsprechend anpassen zu können, es ging mehr darum, ein paar vorgegebene Grundwerte leicht zu verändern.
Erst im echten RPG-Teil der Charakter-Erschaffung erlebt man ein Gefühl der Wahlfreiheit. DerSpieler wird mit einer gigantischen Anzahl an versch. Klassen konfrontiert, vom Assassinen bis hin zum Magier-Killer. Meine größte Enttäuschung mit dieser Demo war, das ich nicht die erwünschte Zeit bekam, um ale verfügbaren Klassen genauer zu erforschen, ihre Vorteile, Schwächen, und wie sie sich im Laufe des Spiels entwickeln. Damit meine ich die schiere Anzahl an Fertigkeiten, die Art und Weise, wie sie noch gesteigert werden können (du möchtest deine Fertigkeit mit Klingen-Waffen verbessern ? Schnapp dir ein Schwert und geh metzeln), ist sehr intuitiv und leicht zu begreifen.
Ich begann das Spiel mit einem Nahkampf-betonten Charakter, daher habe ich mich nicht näher mit den Fähigkeiten und Zaubern beschäftigt, die von einem Magier benötigt werden, aber Magie ist ein durchaus entscheidender Teil des Spiels, auch für die Spieler, die mehr am reinen Nahkampf interessiert sind. Zauber-Schriftrollen und Tränke sind für alle verfügbar, was bedeutet, das auch der hatgesottenste Kämpfer durchaus in der Lage ist, einen knappen Kampf zum richtigen Zeitpunkt mit einer Zauber-Schriftrolle zu wenden.
Wenn der Einführungs-Level beendet ist und man einen Charakter hat, auf den man sich verlassen kann, betritt man die Welt von Oblivion - und es ist tatsächlich eine Welt. Wenn Oblivion irgendetwas für sich beanspruchen kann, dann die Tatsache, das die Umgebung phantastisch in Szene gesetzt wurde. Die künstlerische Richtung erinnert so manches Mal stark an Isengard und die "Herr-der-Ringe-Trilogie". Doch Bethesda hat einen phantastischen Job gemacht, um mit ihrer Welt einen Eindruck von Tiefe zu vermitteln, indem sie sie mit wunderschönen, weiten Landschaften erfüllt haben, mit Bergen, die sich hoch in die Wolken erheben, mit Wäldern, die um ein vielfaches liebevoller und detaillierter gestaltet wurden als in jedem anderen Spiel, das ich bisher gesehen habe. In der Lage zu sein, vom vorgegebenen Weg abzuweichen, durch die Büsche zu streifen und plötzlich auf einen scheinbar uralten, halb-verfallenen Schrein zu stoßen, sich auf die Steine dort zu stellen und die Landschaft unter sich weit überblicken zu können, das ist eine Erfahrung, die nur wenige andere Spiele bieten können.
Dennoch, auch angesichts der gewaltigen Dimensionen und der Landschaft um einen herum ist es schwer, sich zu verlaufen. Das Spiel bietet einen Kompass im unteren Bereich des Displays, der einem jederzeit den eigenen Standort verrät, zusammen mit einem nicht zu übersehenden, roten Pfeil, welcher ständig in Richtung des nächsten wichtigen Hauptziels zeigt.

Die Städte wurden mit der gleichen, liebevollen Sorgfalt erschaffen, dadurch sieht jede Stadt so aus, als ob sie tatsächlich von Hand erbaut worden wäre, einige Gebäude zeigen bereits Spuren von Alterung und Verfall, andere recken sich stolz gen Himmel. Niemals zuvor habe ich das beschädigte Dach eines Farmhauses so realistisch gestaltet gesehen oder habe in den Palast eines Königs geschaut und dabei das Gefühl gehabt, das dort wirklich eine königliche Majestät umherwandelt.

Image Die Landschaften sind in der Tat grafische eine Errungenschaft, die es den Spielern erleichtern wird, sich in der Umgebung heimisch zu fühlen. Alles wäre perfekt - wenn es da nicht einen winzigen Fehler gäbe...

Ladezeiten.

Unglücklicherweise hat die Bestie, die bereits seit so langer Zeit Spiele heimsucht, auch Oblivion befallen. Während ich durch die wunderbar gestaltete Landschaft streife, stoppt das Spiel sehr viel häufiger als wünschenswert für ein oder zwei Sekunden und signalisiert damit, das es neue Bereiche der Umgebung nachlädt. Es ist kein Spiel-zerstörendes Problem, für mich war es nicht mehr als ein kleines Ärgernis. Wie auch immer, wenn man fünf Minuten durch die Landschaft rennt, wird man mindestens fünf mal mit der Meldung "Loading Area" konfrontiert.
Richtig auffallen tut das Problem innerhalb von Städten. Betritt man eine Stadt oder irgendein Gebäude innerhalb der Stadtmauern, muss man erst mal darauf warten, bis die Umgebung geladen wurde. Es ist keine schmerzhaft lange Zeit, die man mit Warten verbringt, sie ist in etwa vergleichbar mit GTA: San Andreas für die PS2, was mich schon ein wenig enttäuscht hat.

Dankbarerweise findet man diese Städte nach dem Betreten aber voller Leben, wie auch in anderen Spielen dieser Art. Dort tritt auch die ständig "gehypte" Radiant A.I. endlich voll in Aktion. Sie sorgt dafür, das jeder Stadtbewohner seine eigenen Bedürfnisse, Wünsche udn Abneigungen hat. Man kann neue Nebenquests allein dadurch bekommen, indem man Gespräche auf der Strasse "belauscht". Es ist natürlich keine vollständige Simulation menschlichen Lebens, aber das System tut sein Möglichstes, um einen in eine scheinbar echte Welt hineinzuversetzen, und diese Erfahrung läßt den Spieler unwillkührlich darüber nachdenken, wie lange es wohl noch dauern mag, bis Spiele das Gewimmel auf Istambuls großem Basar naturgetreu nachbilden können.
Die Gespräche auf den Strassen erscheinen dankenswerterweise sinnvoll und plausibel, da das Drehbuch für die Dialoge und vor allem auch die Vertonung für Oblivion höchstem Standard entspricht. Die Menschen klingen sehr realistisch, die Dialoge sind nicht zu weit hergeholt (natürlich ist es immer noch eine Fantasy-Welt), und zahlreiche Dialekte von einem Ende des Reichs bis zum anderen erfüllen die Strassen.
Gespräche mit den NPC´s gestalten sich nicht anders als in zahlreichen Spielen zuvor. Man wählt aus einer vorgegebenen Liste von Dialog-Optionen und Antworten und der NPC reagiert darauf entsprechend der jeweiligen Wahl. Man kann ein wenig Small-Talk betreiben und nach lokalen Gerüchten fragen, doch man wird niemals mit dem örtlichen Schmied in eine angeregte Diskussion über fortgeschrittene Schmelz-Techniken verfallen können.
Leute reagieren auf einen, positiv und negativ. Obwohl ich nicht die Zeit hatte, die volle Bandbreite der A.I. kennen zu lernen, war ich doch ein wenig verwirrt über das neue "Überredungs-System". Die Meinung einer Person über einen kann durch ein Mini-Spiel beeinflusst werden, welches ich als leicht verwirrend empfand. Man bekommt vier versch. Möglichkeiten zur Äußerung (angeberisch, lustig, bewundernd oder nötigend) und muss jeweils innerhalb einer begrenzten Zeit die richtige mittels einer Wählscheibe treffen. Während das passiert, sinkt die ganze Zeit über kontinuierlich die Meinung des NPC´s über einen. Ich persönlich fand das ganze ein wenig willkührlich.
Das Gameplay an sich gestaltet sich sehr angenehm, auch wenn die Perspektive aus der ersten Person und der Spiel-Stil, der damit verbunden ist, mich ein wenig enttäuschten. Duch den Erschöpfungsbalken, der bei jedem schwerthieb, Sprung oder Sprint ständig weiter fällt, ist man gezwungen, regelmäßig mit dem Angriff inne zu halten und hinter seinem Schild Deckung zu suchen. Das verhinderte aber nicht, das man sich beim Kämpfen oftmals an eine mittelalterliche Version von Quake erinnert fühlt. Kämpfe gegen eine vielzahl von Gegnern gestalteten sich weniger als eine sorgfältige Abfolge von  Attacken und Paraden, sondern mehr als ein "kreisförmiges strafing" hin zum Sieg.
Trotzdem sind die Kämpfe unterhaltsam, wenn auch ein wenig oberflächlich. Der Spieler verfügt über zwei Attacken, einen normalen Schwerthieb und eine besonders kraftvolle Version, die man vorher auflädt, in der Hoffnung, dem Gegner einen mächtigen Schlag zu versetzen, der ihm eine Menge Schaden zufügt oder ihn zumindest lähmt, wenn er den Schlag geblockt hat. Gegen in etwa gleichwertige Gegner zu kämpfen fühlte sich gut an, da ich dann meine Angriffe besser abstimmen musste, ich musste auf Lücken in der Deckung lauern, bevor ich einen Gegenangriff starten konnte. Gegen schwächere Gegner wie Goblins entwickelten die Kämpfe die eher unerfreuliche Tendenz zu einem reinen Gemetzel, bei dem man wild umherspringt und ständig auf irgendwelche Tasten hämmert.
In der knappen Zeit, in der ich spielen konnte, traf ich nur einmal auf einen Gegner, der Magie einsetzte, einen Goblin Magier. Daher konnte ich nicht beurteilen wie es ist, gegen einen erfahrenen Magier zu kämpfen. Der Goblin Magier war offensichtlich lediglich als "Kanonenfutter" entwickelt worden, jedenfalls reichte es aus, auf ihn zuzurennen und ihn einfach platt zu machen, was nicht sehr herausfordernd war. Ich hoffe schon, das es größerer Mühe bedarf, um andere Magier im Spiel zu besiegen.

Image Die Waffen selbst und ihre verschiedenen Qualitäten beeinflussen durchaus die Art und Weise, wie man an einen Kampf herangeht, einige Spieler werden sicher die schnellen Hiebe eines Kurzschwerts vorziehen, während andere die eher gemächlichen Schläge mit einer Hellebarde oder einem Großschwert bevorzugen werden. Wie auch immer, wenn es auch durchaus eine feine Sache ist, die benutzten Pfeile aus dem Körper eines Gegners ziehen zu können, so erscheint mir die Benutzung von Bögen im Spiel dennoch ein wenig überflüssig. Immer, wenn ein Gegner dich entdeckt, kommt er normalerweise in vollem Tempo angerast und läßt einem grade mal Zeit für ein oder zwei Pfeilschüsse, bevor man dann doch zur Nahkampfwaffe greifen muss. Ich verstehe schon, das es beim bogenschiessen unrealistisch wäre, die berühmte Schlacht von Azincourt zu erwarten (Anm. des  Übersetzers: gemeint ist die Schlacht von 1415 im hunderjährigen Krieg, bei der der englische König Heinrich V. mit einem zahlenmäßig weit unterlegenen Heer nur durch seine Bogenschützen das französische Ritterheer von Karl VI. bei Azincourt vernichtend schlug), ich sehe nur nicht viel Nutzen für Bogenschützen im Spiel.
Das bringt mich zu dem Schleichsystem und der gegnerischen Wahrnehmungs AI. Ein besonders Schleich-Symbol wurde in Oblivion integriert, das verschiedene Helligkeitsstufen annimmt (dunkler oder heller), je nachdem, ob man grade völlig versteckt oder voll sichtbar erscheint. Es ist nett gemacht und erlaubt durchaus einige Schleichversuche, nur unglücklicherweise für diejenigen, die gerne einen Assassinen spielen wollen, scheint das System der Entdeckung auf der Basis von "alles-oder-nichts" zu funktionieren. Weniger erfreulich ist, das einige Gener komplett taub scheinen, denn als ich einmal im Nahkampf mit zwei Goblins stand, schien der Goblin Magier, der nur etwa 3 Meter entfernt stand, partout nicht mitzubekommen, was da hinter seinem Rücken grade abging.
Es ist denkbar einfach, sich innerhalb der Welt fortzubewegen, dank des Schnell-Reise-Systems. Jeder Ort, an dem man schon einmal gewesen ist, kann durch einfaches Auswählen auf der Karte erneut besucht werden. Das spart eine Menge Reisezeit, da man nicht Meilenweit laufenmuss, um von A nach B zu kommen, dennoch war ich etwas enttäuscht, das diese Art der Reise nicht zumindest auch mal den einen oder anderen zufälligen Überfall durch Banditen oder Wölfe beinhaltet, um das ganze etwas realistischer zu gestalten.
Das gute Rechtssystem in dieser Welt, die Möglichkeit, Häuser zu kaufen, Gilden beizutreten oder sich einfach ein Pferd zu schnappen und loszureiten hat mich bei Oblivion am meisten beeindruckt. Beindruckt, allerdings nicht total aus den Socken gehauen.
Ich verließ Bethesdas Vorstellung mit dem Eindruck, das dieses Spiel auf keinen Fall schlecht von den Fans der Elder Scrolls Reihe beurteilt werden wird. Es ist eigentlich das gleiche wie immer, nur eben besser umgesetzt, mit mehr Liebe zum Detail, und einer durchdachten Ausführung. Die Welt ist riesig, detailliert und fühlt sich sehr lebendig an, was in meinen Augen das wichtigste ist. Ausgehend von dem, was ich sehen konnte, hat Bethesda eines der absoluten Highlights für 2006 entwickelt, das sich keine Spieler entgehen lassen sollte. Ich würde nicht so weit gehen zu behaupten, das mir das Spiel als der "nächste, große Generationssprung" im Bereich Spiele-Entwicklung vorgekommen ist, aber verdammt will ich sein, wenn es mir nicht einen Mordsspaß gemacht hat, und darauf kommt es doch letztendlich an.

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